Artikel von Mai 2019

Datenskandal bei Snapchat: Mitarbeiter spähen User aus

Luis Fricke Datenschutz für Unternehmen Artikel: Datenskandal bei Snapchat: Mitarbeiter spähen User aus

Kaum vergeht eine Woche ohne einen Skandal im Bereich des Datenschutzes. Zuletzt war die Rede davon, dass der Internetriese Facebook wegen Datenschutzverstößen in den USA möglicherweise ein Milliarden-Bußgeld bezahlen müsse, da die Daten von Millionen von Facebook-Nutzern unerlaubt an eine Beratungsfirma weitergegeben sein sollen. Aber auch beim Instant-Messaging-Dienst Snapchat kam es jetzt zum Skandal. Berichten von Angestellten und internen Mails zufolge, sollen Mitarbeiter des Unternehmens User der App ausgespäht haben.

Was ist Snapchat?
Snapchat ist ein kostenloser und sehr beliebter Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones und Tablets. Der Dienst ermöglicht die Versendung von Fotos und anderen Medien, die nur eine bestimmte Anzahl von Sekunden sichtbar sind und sich dann selbst „zerstören“.

Wie konnten die Mitarbeiter auf die Nutzerdaten zugreifen?
Der Grund für den aktuellen Datenskandal liegt intern bei Snapchat selbst. Mitarbeiter des Unternehmens sollen mehrfach Nutzerinformationen, wie Bilder und Videos, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und User-Standorte einsehen haben, ohne dass dafür ein triftiger Grund vorlag. Wie viele Infos eingesehen wurden, ist nicht bekannt. Einige der Vorfälle sollen zudem bereits einige Jahren zurückliegen. Möglich machte den Skandal eine interne Software namens „SnapLion“, mit der man Zugriff auf diverse persönliche Daten wie Standort, Bilder, Videos, Telefonnummer und E-Mail-Adressen der Snapchat-Anwender hatte. SnapLion sei wie ein Schlüssel zum Königreich, so ein ehemaliger Snap-Angestellter. Dementsprechend war die Nutzung des Tools eigentlich nur eingeschränkt möglich. Laut Snapchat sei das Tool nur von bestimmten Abteilungen zu verwenden gewesen, wie zum Beispiel der „Spam and Abuse“-Sparte. Diese kann über SnapLion gegen Mobbing und Belästigung in der App vorgehen. Grundsätzlich entwickelte das Unternehmen das Werkzeug jedoch, um im Zuge von strafrechtlichen Ermittlungen User-Daten zusammenzutragen.

Wie hat Snapchat reagiert?
Snapchat dementierte die konkreten Vorwürfe zwar nicht, wies die Darstellung jedoch zurück. Das Unternehmen gab in einer Erklärung an, die Privatsphäre seiner User sehr ernst zu nehmen und nur wenige Daten zu speichern. Zudem habe man strikte Richtlinien und Kontrollmechanismen, um den internen Datenzugriff zu beschränken. Mitarbeiter, die missbräuchlich auf Daten zugreifen, würden laut Snapchat sofort entlassen werden.

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